Übergewicht im Kindes- und Jugendalter

Gut 3,5 Millionen Jungen und Mädchen in Deutschland leiden an Übergewicht.
In Deutschland ist inzwischen jeder dritte Jugendliche und jedes fünfte Kind übergewichtig. Das sind mehr als dreieinhalb Millionen Jungen und Mädchen unter 18. Acht Prozent der 10- bis 14-Jährigen und vier Prozent der Fünf- bis Siebenjährigen sind sogar adipös, also krankhaft übergewichtig.

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Bewegungsmangel: körperliche Aktivität, Fitness und Kinderadipositas

Kinderadipositas ist im Vormarsch, wie die Daten der International Obesity Task Force belegen. Während die Prävalenz der Adipositas 6- bis 18-Jähriger in den letzten 30 Jahren in Amerika von 15 auf 26% gestiegen ist, liegen wir in Europa insbesondere bei den 5- bis 9-Jährigen schon bei einem Anteil von 21%, berichtet Dr. Susanne Ring-Dimitriou anlässlich der 6. Jahrestagung der ÖAG 2005 in Seggau. Hinsichtlich der Ätiologie der Adipositas im Kindesalter wird häufig der Mangel an körperlicher Aktivität, neben Ernährungsfehlverhalten, Erkrankungen des Stoffwechselsystems, genetischer Ursachen und soziokultureller Bedingungen, als Faktor genannt. Dabei werden jegliche Formen physischer Tätigkeiten des täglichen Lebens (spontane KA), wie auch jene, die das Überleben sichern (obligatorische KA), und solche, die Trainingsprinzipien folgend regelmäßig ausgeführt werden (freiwillige KA), nach Thorburn u. Proietto (2000) unter dem Begriff der körperlichen Aktivität (KA) subsumiert, wobei im Zusammenhang mit der Entstehung der Adipositas, wie auch hinsichtlich ihrer Prävention, der quantitative Aspekt, d. h. jede muskuläre Aktivität, die den Energieverbrauch über das Ruheniveau hinaus erhöht, im Vordergrund steht. Bezug nehmend auf das Ausmaß der KA, hat das National Institute of Health 2002 erklärt, dass täglich eine Stunde moderate Bewegung notwendig wäre, um die Prävalenz der Adipositas im Erwachsenenalter deutlich zu senken. Diese Empfehlung wird auch von Strong et al (2005) für das Schulkindalter zur Förderung der Gesundheit postuliert. Ein Blick in die europäische Statistik zeigt jedoch, dass nur ca. 17% der Bevölkerung über 15 Jahre ein gesundheitsförderndes Ausmaß von mindestens 3 x 1 h wöchentlich moderater KA, wie z. B. schnelles Gehen oder Jogging, aufweisen (Special Eurobarometer 213, Nov. 2004). Obwohl im Alter von 2-11 Jahren, wie 2002 eine Erhebung der Britisch Medical Association (2005) in England ergab, zwei Drittel der befragten Kinder täglich 1 Stunde aktiv waren, nimmt dieser Anteil noch vor dem Eintritt in die Pubertät insbesondere bei den Mädchen rapide auf bis zu 50% ab.




Aerobe Fitness und Adipositas

Als Maß zur Einschätzung des Risikos, vermehrt Körperfett zu bilden, scheint der Parameter aerobe Fitness jedoch besser geeignet. Der Begriff Fitness umfasst Persönlichkeitsdimensionen und Handlungsfelder. Im Allgemeinen versteht man darunter auch Tauglichkeit, Eignung, Leistungsfähigkeit oder „the ability to perform muscular work satis-factorily“ (WHO). Sportwissenschaftlich gliedert sich die physiologische Fitness in eine morphologische, muskuläre, motorische, kardiorespiratorische (synonym mit „aerob“) und metabolische Fitness (Bouchard & Shepard 1994).
Zusammenfassend ist nach derzeitigem Wissenstand der Verbesserung der Fitness der Vorzug zu geben. Dies kann mit moderatem bis hohem Ausmaß an körperlicher Aktivität erreicht werden, wobei die Qualität der Belastung in Bezug auf die individuellen Leistungsvoraussetzungen entscheidend ist.



Empfehlung für die interdisziplinäre Adipositastherapie

In diesem Sinne sollte ein qualitatives Bewegungsprogramm im Rahmen einer interdisziplinären Adipositastherapie einen festen Platz haben. Peak personal training bietet ein Programm an, welches mindestens 3-mal wöchentlich 45–90min durchgeführt werden sollte. Die Inhalte der Einheit beinhalten kräftigende, die Koordination fördernde sowie ausdauernde Übungen. Eine spielerische Umsetzung in der Gruppe fördert die Lernfähigkeit, und auf eine dem individuellen Leistungsvermögen angepasste Belastungsgestaltung achtet hierbei peak personal training.
Daher sollte zu Beginn der Therapie mit Kindern/Jugendlichen wie auch mit Erwachsenen die motorische und kardiorespiratorische Fitness mit Hilfe der sportmedizinischen und sportwissenschaftlichen Leistungsdiagnostik erfasst werden. Das Ergebnis dient der Einschätzung der Belastungsmöglichkeiten sowie der Festlegung der individuellen Ziele für das Bewegungsprogramm.
Man sollte das Selbstvertrauen der Kinder stärken indem man ihnen den Spaß am Sport mit ein paar Erfolgserlebnissen näher bringt.
Kinder neigen oft dazu sich nicht viel zu bewegen, weil sie schlechte Erfahrungen mit anderen Kindern im Verein oder ähnlichem gemacht haben und sich aufgrund dieser negativen Erfahrungen vom Sport bzw. von Bewegung allgemein distanzieren.
Die psychologischen Ursachen für Adipose sind ebenfalls wichtig, da die Kinder eine falsche Idee vom essen bekommen wenn sie aufwachsen. Schokoriegel als Belohnung. Es kann ein einziger Teufelskreis sein, denn wenn adipöse Kinder versuchen sich mit anderen Kinder zu sozialisieren und dies scheitert aufgrund der Hänseleien der anderen Kinder dem übergewichtigen Kind gegenüber, dann heißt das, dass das Kind wieder beim Frust-Essen landen könnte und das wiederum den Bewegungsmangel ausdehnt.
Die Ernährungsumstellung sollte keine Verbote mit sich bringen, da dies den Heißhunger auf Süßigkeiten oder ähnlichem verstärken würde. Wichtig ist es hierbei, dass die Änderung des Lebenssstils nicht nur die Ernährung des Kindes betreffen sollte, sondern die der ganzen Familie da das Kind durch das Zubereiten verschiedener Mahlzeiten in eine Außenseiter Rolle versetzt wird.

Kontaktieren Sie einfach peak personal training damit ich Ihnen ein individuelles Angebot machen kann um Ihrem Kind zu helfen.